Instandhaltung von werkzeugen für die blechkaltumformung

Mehrere Faktoren beeinflussen die Gesamtanlageneffektivität eines im Bereich der Blechkaltumformung tätigen Unternehmens.

Bei der Bewertung der Gesamtanlageneffektivität (OEE = Overall Equipment Effectiveness) kommen mehrere Faktoren ins Spiel: durch Fehler und Störungen verursachte Maschinenstillstände, Produktionsverlangsamungen durch reduzierte Maschinengeschwindigkeiten (im Vergleich zur Referenzgeschwindigkeit) und die Anzahl der Ausschuss- und Nacharbeitsteile.

Bei der Kaltumformung von Blech ist das Werkzeug mit Blick auf die drei oben erwähnten Faktoren eine entscheidende Prozesskomponente.

Das Werkzeug ist der Kern des Fertigungsprozesses, ist der Ort, an dem das Blech geformt wird.

Ein Problem im Werkzeug führt gleich zu mangelnder Effektivität:

  • Durch einen Maschinenstillstand
  • Durch reduzierte Produktionsgeschwindigkeiten
  • Durch Nacharbeits- und Ausschussteile

Eine Fehlfunktion des Werkzeugs führt zu unerwünschten Produktionskosten.

Während der Lebensdauer des Werkzeugs muss seine anfängliche Funktionalität über die Zeit erhalten bleiben. Das kann durch Instandhaltung gewährleistet werden.

Wenig Instandhaltung: die Hauptgründe dafür

Die Produktivität der Werkzeuge tritt oft in den Hintergrund, weil das Unternehmen termintreu liefern muss.

Für die ordentliche Werkzeuginstandhaltung sind Zeit und Kompetenzen gefragt, über die das Unternehmen oft nicht verfügt. Die Instandhaltung wird dadurch zu einem Kostenfaktor, der nicht immer akzeptiert wird. Das Werkzeug funktioniert sowieso. Warum Geld ausgeben?

Es würde ausreichen, das Werkzeug nach jeder Produktion und vor der Einlagerung, ordnungsgemäß zu putzen und einzufetten, um seine Lebensdauer deutlich zu verlängern. Für diese Instandhaltungsmaßnahme ist keine Kompetenz als Werkzeugbauer erforderlich. Trotzdem wird die Instandhaltung oft aus Zeitgründen nicht ordnungsgemäß ausgeführt, denn „man muss produzieren“.

Zu dem leicht lösbaren Problem der ordentlichen Instandhaltung kommt die außerordentliche Wartung. Die Notwendigkeit, „pünktlich“ Teile zu liefern, führt dazu, dass Probleme am Stempel eines Werkzeugs, das mehrere Teile pro Hub produziert, unterschätzt werden. Oft wird lieber weiter produziert und ein Teil verschrottet, anstatt die Produktion zu stoppen, um das Werkzeug zu reparieren.

Wenn dieser Ansatz bei einem Werkzeug, das zwei Teile pro Hub fertigt, auf Dauer beibehalten wird, geht die Gesamtwerkzeugeffektivität um 50% (ein Ausschussteil alle zwei Teile) zurück.

Manchmal ist die Wartung bzw. Instandsetzung nicht möglich, weil die technischen Zeichnungen der verschleißenden Komponenten nicht zur Verfügung stehen. Nur wenige Unternehmen sind in der Lage, die Kunden bei der außerordentlichen Wartung der Werkzeuge zu unterstützten.

Warum brechen die Werkzeuge?

Es ist sehr wichtig, die Hauptursachen der Werkzeugbrüche ganzheitlich nachzuvollziehen. Unter dem Wort Bruch versteht man sowohl den physikalischen Bruch des Werkzeugs (mit daraus folgendem Stillstand der Linie), als auch Störungen, die verhindern, mit der geplanten Sollgeschwindigkeit zu produzieren, oder Qualitätsprobleme der Bauteile (u.a. Grat oder Kratzer) zur Folge haben.

Aus einer Untersuchung der Instandhaltungsmaßnahmen, mit denen unsere Kunden uns beauftragt haben, ergeben sich die folgenden Hauptursachen für den Bruch von Folgeverbundwerkzeugen:

Werkzeuginstandhaltung problem

Der hohe Anteil an Brüchen durch Abpressung mehrerer im Werkzeug aufeinanderliegender Teile ist offensichtlich.

Dieses Problem wird meistens durch eine fehlende Teilentnahme nach der Operation verursacht, aber es kann auch die Folge einer nicht optimalen Werkzeugkonstruktion sein.

Die zweithäufigste Ursache für die Brüche ist die Nichtausführung ordentlicher Werkzeuginstandhaltung. Als dritte Ursache ist der Bruch durch stumpfe Messer und mangelnde Beschichtung zu finden. Das ist mit der Nichtausführung ordentlicher und außerordentlicher Instandhaltung verbunden und hängt stark von der Einsatzhäufigkeit des Werkzeugs ab.

Aus der Untersuchung ergibt sich, dass die Nichtausführung ordentlicher und außerordentlicher Instandhaltung ca. 37% der gesamten Werkzeugprobleme verursacht.

Das ist eine gute Nachricht für die Werkzeugbetreiber: Knapp 40% der Probleme lässt sich durch geplante und regelmäßige Wartungsarbeiten eliminieren.

Für alle weiteren Probleme ist F.lli Poli für Sie da!

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